Charakter
Zum Charakter der Bengal findet man sehr viele Informationen im Internet. Oft liest man vom schwierigen, wilden Temperament der Tiere und über den unberechenbaren Charakter, den sie von ihren wilden Vorfahren geerbt haben sollen. Dies mag u.U. für Foundation Katzen gelten, aber auch das kann ich eigentlich nicht bestätigen, denn selbst eine gut sozialisierte F-Katze unterscheidet sich kaum von einer normalen Katze.
Wie sind Bengalen denn nun wirklich?... Bengalen sind außerordentlich verschmuste, liebenswerte Katzen mit dem Aussehen einer Wildkatze.
Eine wichtige Voraussetzung damit eine Bengal so wird, ist natürlich eine gute Sozialisation. Ist dies Geschehen und ein Kitten mit viel Liebe aufgewachsen, sind Bengalen extrem menschenanhängliche Katzen! Sie verfolgen ihren Menschen und suchen ständig dessen Nähe. Sie bauen im Vergleich zu anderen Katzen eine viel stärkere Bindung zu ihrem Besitzer auf.
Sie sind extrem intelligente Tiere, sie lernen es innerhalb kürzester Zeit Türen und Schränke zu öffnen und stellen somit natürlich auch allerhand Unsinn an. Damit machen sie ihrem Besitzer das Leben etwas schwerer, weil dieser ständig neue Taktiken entwickeln muss, um die Katzen von z.B. Futterschränken fernzuhalten. Viele Bengalen lernen es Gegenstände zu apportieren, einige fangen sogar ganz von alleine damit an. Manchmal will man es nicht wahr haben, aber sie wissen es genau wie sie ihren Menschen um den Finger wickeln.
Bengalen sind extrem neugierige und mutige Katzen. Die meisten unserer Kitten steigen in ihrem neuen Zuhause aus, sind natürlich etwas ängstlich, verkriechen sich aber nicht wie andere Katzen unterm Bett, sondern machen eben mit buschigem Schwänzchen die Gegend unsicher. Im Vergleich zu anderen Katzen gehören Bengalen ganz klar zu den aktivsten. Dies soll nicht heißen, dass sie ständig nur Unsinn anstellen und nie zur Ruhe kommen, allerdings haben Bengalen einen ausgeprägten Spieltrieb und behalten diesen auch bei bis ins hohe Alter. Will man also nur eine Bengal als Dekoartikel für seine Wohnung wegen ihrer schönen Zeichnung, so sollte man lieber Abstand von dieser Rasse nehmen.
Wasser ist für viele Bengalen sehr anziehend. Einige Bengalen spielen gerne im Wasser, waschen ihr Spielzeug und haben wenig Hemmungen mal den Kopf unter den Wasserhahn zu stecken, um zu schauen wo das Wasser herkommt. Manche Bengalen mögen es sogar mit ihrem Besitzer baden oder duschen zu gehen. So extrem ist bei uns allerdings nur unser Wölkchen (Oceli Cloud), dieser schnurrt sogar wenn er abgeduscht wird.
Keine Katze möchte ganz allein sein; Bengalen sind hier keine Ausnahme. Sie brauchen den Kontakt zu anderen Katzen, ob Bengal oder nicht spielt eigentlich keine große Rolle, wenn sie ähnlich aktiv sind. Ein Mensch kann keinen Artgenossen ersetzen, mag er auch noch so viel Zeit haben! Gleiches gilt natürlich für andere Haustiere wie Hunde, ein Hund ist eben keine Katze und kann diese auch nicht ersetzen.
Im Vergleich zu anderen Katzen sind Bengalen sehr gesprächig! Dies soll nun nicht bedeuten, dass sie den ganzen Tag vor sich hinbrüllen! Aber sie unterhalten sich schon auffallend mehr, im Vergleich zu anderen Katzen, sowohl untereinander, als auch mit ihrem Besitzer.
Zusammenfassend kann man sagen: Bengalen sind äußerst intelligente, neugierige, verspielte, anhängliche Katzen, die sicher nicht zu jedem passen.


